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  • Österreich, Wien, Musikverein, 19:30
    Werke von Haydn, Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Christian Tetzlaff
  • Japan, Yokohama, Minato Mirai Hall, 15:00
    Werke von Franz Schubert
    Paavo Järvi
  • Japan, Tokorozawa, Muse Tokorozawa (Civic Cultural Centre), 15:00
    Werke von Mozart, Haydn und Schubert
    Paavo Järvi
  • Japan, Tokyo, Tokyo Bunka Kaikan, 19:00
    Werke von Schubert, Mozart und Haydn
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Japan, Tokyo, Tokyo Opera City Concert Hall, 19:00
    Werke von Mozart, Bach und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Japan, Nagoya, Aichi Prefectural Art Theater Concert Hall, 18:45
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Japan, Nishinomiya, Hyogo Performing Arts Center, 14:00
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Japan, Miyazaki, Medikit Arts Center Miyazaki, 15:00
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Südkorea, Daegu, Concert House, 19:30
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Südkorea, Seoul, Lotte Concert Hall, 20:00
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Südkorea, Yongin, Samsung Concert Hall, 19:30
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi
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Konzertkategorien Orte Komponisten Mitwirkende Künstler
DDKB RIO Stadt 569 bearbeitet
Südamerika-Tournee:
Tourmanagerin Ines Lögers und Oboist Rodrigo Blumenstock im Interview

Zwischen Euphorie und Erschöpfung: Buenos Aires, São Paulo, Lima – Zwei Wochen lang tourte Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen durch Südamerika. Tourmanagerin Ines Lögers und Oboist Rodrigo Blumenstock erzählen aus ganz persönlicher Sicht ihre Erlebnisse in einem anderen Teil der Welt.

 



Ines, Rodrigo, wie fühlt ihr euch nach den zwei Wochen, wie ist die Tour gelaufen?

Ines Lögers: Alles in allem war es großartig aber auch anstrengend - wie jede Tour. Das Besondere an Südamerika sind meine argentinischen Wurzeln. Ein Teil meiner Familie saß in Buenos Aires im Konzertsaal, das war ein außergewöhnliches Erlebnis. Ansonsten war es eine Tour mit wenig Ruhepausen: entweder sind wir gereist oder wir hatten abends Konzert.

Rodrigo Blumenstock: Es war eine tolle Tour - wie eigentlich alle Südamerika-Tourneen - überall Lebensfreude! Dabei sind Städte wie Buenos Aires, Lima oder Rio sehr unterschiedlich. Buenos Aires z.B. ist die europäischste Stadt, man wird an Madrid, Paris erinnert. Plus Tango natürlich und einige aus dem Orchester schauen nicht nur zu, sondern wagen sich auf die Tanzfläche. Dann das argentinische Fleisch, der malerische Flohmarkt in San Telmo und das Teatro Colón, ein toller Saal, ich glaube, es gibt allein acht Ränge, das ist wirklich hoch! Besonders gefreut habe ich mich auf Lima, wo ich noch nicht gewesen war. Beeindruckend ist die Mischung aus kolonialen Bauten, indigener Bevölkerung, Verkehrschaos und dem unglaublichen Blick von der Steilküste auf den Pazifik. Rio ist allein wegen der geographischen Lage einmalig, der atemberaubende Blick von der Jesusstatue oder die Copacabana. São Paulo ist wieder ganz anders: eine unübersichtliche chaotische Stadt mit einem ganz besonderen Konzertsaal inmitten eines Armenviertels: ein umgebauter Bahnhof. Uns wurde dort geraten, uns bei Dunkelheit nicht allzu weit vom Konzertsaal zu entfernen...

Ines, Du bist als Tourmanagerin für die Organisation des Tourablaufs verantwortlich. Worauf kommt es an, was ist die besondere Herausforderung einer Tournee?

IL: Ich bin ja im Grunde für alle Fragen, die nicht musikalischer Art sind, die Ansprechperson. Ich muss wissen, wie man zum Hotel kommt und wann die Zimmer bezugsfertig sind. Ich bin da, wenn jemand Hunger hat und nach dem nächstgelegenen Restaurant fragt. Und wenn etwas schief läuft, bin ich gefragt und muss meistens sehr schnell eine Lösung finden. Das kann manchmal etwas stressig sein, da die Umgebung für mich oft genauso unbekannt ist wie für die Musiker. Für die Musiker ist eine solche Tour anstrengend und trotzdem müssen sie in allen Konzerten ihre Leistung zu hundert Prozent erbringen. Dafür müssen sie ansonsten gut versorgt werden und das ist auch wörtlich zu nehmen: Essen und Schlafen sind enorm wichtig. Diesmal gab es wenig Schlaf, weil wir viel gereist sind. Einige Musiker haben sich außerdem den Magen verdorben, was wiederum zu kurzfristigen Änderungen führte und schnelle Entscheidungen erfordert hat.

Rodrigo, was ist die besondere Herausforderung einer Tournee für einen Musiker?

RB: Da ist immer der Jet Lag, für mich allerdings anstrengender wenn es gen Osten geht. Und man muss funktionieren, ob man erschöpft ist oder krank - wie auf dieser Tour, wo einige Durchfall bekommen haben, ich aber zum Glück nicht. Auf so einer Tour wird man aber von einer besonderen Energie getragen. Für mich wurde es eigentlich erst nach der Tour anstrengend: nach nur einem Tag Pause gleich mit Paavo ein ganz anderes, sehr anspruchsvolles Programm. Die Solistin war Hilary Hahn, stilistisch eine vollkommen andere Welt als Pekka Kuusisto. Diese Umstellung muss besonders für die Streicher eine echte Herausforderung gewesen sein.

Welche waren die Höhepunkte, die Glücksmomente?

IL: Die Resonanz in den Konzertsälen war enorm, es gab immer Standing Ovations. Beim vorletzten Konzert in São Paulo saß ich ausnahmsweise im Saal und war nicht Backstage beschäftigt. Da merkt man dann, wofür die ganze Arbeit ist und dass sie sich gelohnt hat. Natürlich ist man als Tourmanagerin glücklich, wenn alles am Ende funktioniert und man positives Feedback von den Solisten, Orchestermitgliedern und Veranstaltern bekommt. Eine weitere Besonderheit an einer Tour ist die ›Klassenfahrt-Euphorie‹ also die Freude daran, in einer Gruppe unterwegs zu sein. Toll war diesmal die besondere Wertschätzung der Deutschen vor Ort: Der Generalkonsul in São Paulo hat extra einen Empfang für das Orchester veranstaltet. Einige Musiker haben spontan eine Jazz-Session zum Besten gegeben, mit Klavier, Cello, Klarinette und einem Koffer als Percussion....

RB: Für mich war der Höhepunkt zum einen musikalischer Natur: Die Zusammenarbeit mit Pekka, ein genialer, außergewöhnlicher Musiker, der jeden Ton auslotet und seine ganz eigene Sprache hat. In einer Zugabe hat er einfach seine Geige wie eine Gitarre benutzt und dazu einen bekannten Bossa Nova von Tom Jobim gepfiffen. Zuerst lachte das Publikum, als es das Stück erkannte, dann fing es an mit zu singen. Und ich habe gleich nach der Tour meine Gitarre hervorgekramt und mir dieses zauberhafte Stück angeeignet.

Unsere Interviewpartner
InesLoegers2015
Ines Lögers ist 33 Jahre alt und hat Allgemeine Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Musik studiert. Seit ihrem achten Lebensjahr spielt sie Geige, heute ist sie Mitglied in zwei Bremer Amateurorchestern. Den teilweise stressigen Job der Tourmanagerin und die unregelmäßigen Arbeitszeiten nimmt sie gerne in Kauf – weil sie mit Leib und Seele hinter der Arbeit mit diesem Orchester steht.

 
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Rodrigo Blumenstock wuchs in Madrid auf und lebt seit seinem zwölften Lebensjahr in Deutschland. Der Sohn eines Deutschen und einer Spanierin ist mit einer Brasilianerin verheiratet und hat drei Kinder. Mit 27 Jahren Orchesterzugehörigkeit ist er ein Ensemblemitglied der ersten Stunde. Die Arbeit bei der Deutschen Kammerphilharmonie lässt ihm viel musikalische Freiheit – ein Aspekt, der genau seinen Vorlieben entspricht und ganz entscheidend für ihn ist.

 

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»die besten Brahms-Versteher kommen aus Bremen«
Hamburger Abendblatt


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