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  • Österreich, Wien, Musikverein, 19:30
    Werke von Haydn, Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Christian Tetzlaff
  • Japan, Yokohama, Minato Mirai Hall, 15:00
    Werke von Franz Schubert
    Paavo Järvi
  • Japan, Tokorozawa, Muse Tokorozawa (Civic Cultural Centre), 15:00
    Werke von Mozart, Haydn und Schubert
    Paavo Järvi
  • Japan, Tokyo, Tokyo Bunka Kaikan, 19:00
    Werke von Schubert, Mozart und Haydn
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Japan, Tokyo, Tokyo Opera City Concert Hall, 19:00
    Werke von Mozart, Bach und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Japan, Nagoya, Aichi Prefectural Art Theater Concert Hall, 18:45
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Japan, Nishinomiya, Hyogo Performing Arts Center, 14:00
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Japan, Miyazaki, Medikit Arts Center Miyazaki, 15:00
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Südkorea, Daegu, Concert House, 19:30
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Südkorea, Seoul, Lotte Concert Hall, 20:00
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi, Hilary Hahn
  • Südkorea, Yongin, Samsung Concert Hall, 19:30
    Werke von Mozart und Schubert
    Paavo Järvi
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Konzertkategorien Orte Komponisten Mitwirkende Künstler
krome rapp intervall interview 400x267
Intervall:
Klarinettist Maximilian Krome und Pauker Stefan Rapp im Interview

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen wäre nicht sie selbst, wenn es sie nicht immer zu neuen Ufern triebe: So hoben die Gesellschafter jüngst eine neue Musikreihe  aus der Taufe, in der die Experimentierfreude im Vordergrund steht. Mit dem Projekt ›Intervall‹ setzen die Vollblutmusiker neue Akzente in ihrer Arbeit.

 



Ihr habt dieses Projekt ›Intervall‹ genannt – warum?

Maximilian Krome: Ein Intervall bezeichnet den Zwischenraum zwischen zwei Polen. Für uns bedeutet er ein Spannungsfeld zwischen einerseits einer Keimzelle, in der neue unfertige, musikalische Ideen wachsen und andererseits der etablierte Markt von professioneller Musik, in dem wir zu Hause sind und wo wir auch sein wollen. Also eine Gratwanderung aus Innovation und Etablierung. Neben dem beglückenden Gefühl der weltweit erfolgreichen Konzerte, wollen wir das Experimentelle nicht aus den Augen verlieren, das uns immer wieder antreibt, neue Wege zu suchen, zu improvisieren, innovativ zu bleiben. Es ist wichtig, beide Ebenen wach zu halten, weil diese sich gegenseitig befruchten und dafür sorgen, ganz geerdet am Puls der Zeit zu bleiben. Schließlich war der Pioniergeist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen der Motor dafür, dass es dieses Orchester überhaupt gibt.

Ihr habt eine Präambel formuliert, in der ihr den Begriff Freiheit besonders hervorhebt. Warum ist euch dieser Fokus so wichtig?

MK: Kreativität und Innovation brauchen Freiheit. Der Musikmarkt, auf dem wir uns befinden, gibt Normen und Konventionen vor. Die Agenturen, Solisten, die Veranstalter, Dirigenten und auch das Publikum haben Vorstellungen und Interessen, die wir bedienen. Beim Intervall-Projekt sind wir völlig frei von diesen Dingen. Wir haben uns hier einen Raum geschaffen, in dem wir unkonventionelle und visionäre Projekte wagen können, die sonst schwer irgendwo Platz finden und können neue Konzertformen probieren. Für diese Möglichkeit sind wir dem Freundeskreis der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen überaus dankbar, dass er uns finanziell unterstützt. Die Konzerte sollen einen werkstatthaften Charakter haben, das Publikum soll am Prozess teilhaben, der uns hier wichtiger ist, als das Ergebnis. Wir wollen scheinbar manifeste Formen aufbrechen, beispielsweise darf man gern auch in Jeans zu den ›Intervall‹-Konzerten kommen – aber das ist natürlich nur ein Detail...

Wer genau ist an dem Projekt beteiligt? Wie organisiert ihr euch?

MK: Grundsätzlich kann jeder Gesellschafter mitmachen, der eine Idee hat oder dem eine Idee gefällt. Dieser Gesellschafter ist dann als Veranstalter ganz im Sinne unseres Unternehmergeists für alle Belange des Konzerts selbst verantwortlich. Für unser Publikum ist dies besonders spannend, weil es so mit jedem neuen Konzert einen starken Einblick in das individuelle Profil eines einzelnen Musikers erhält. Es sind aber auch immer externe Musiker dabei, das dient der Inspiration und dem Austausch. Es gibt ein Gremium bestehend aus vier Gesellschaftern, das bei der Planung hilft. Drei Konzerte jährlich sind angedacht, als Konzertorte wählen wir bevorzugt Orte im Stadtzentrum, um auch jüngere Zuschauer anzuziehen. Kinos, Restaurants, Bars können solche Orte sein, also Locations, die Nähe zum Publikum schaffen. Ein ganz zentrales Anliegen des ›Intervall‹-Projekts. Das erste Konzert hatte etwas Sphärisches und fand passender Weise im Universum statt. Das kommende Konzert wird im Kino City 46 stattfinden, wo die Fotos von Julia Baier auf die Leinwand projiziert werden können.

Das kommende Konzert ist laut Ankündigung »konzeptionelle improvisierte Musik« in Verbindung mit Fotografien. Der Begriff ›konzeptionell‹ klingt sehr verkopft – worum geht es?

Stefan Rapp: Die Idee ist, mehrere Kunstformen in Harmonie zu bringen: Hier sind es die Fotos von Julia Baier, deren Bildsprache für mich immer rhythmische Formen hat, in Verbindung mit Trommelmusik. Rhythmus ist ja etwas Elementares; am Anfang steht immer der Rhythmus. Alle Melodien haben Grundrhythmen als Basis. Es geht darum, klare rhythmische Beziehungen zwischen Fotografie und Musik herzustellen. Julia Baier ist eine weltweit angesehene Fotografin, deren Fotos mich immer sehr beeindruckt haben. Uns verbindet eine langjährige Freundschaft.

Was genau erwartet die Besucherinnen und Besucher?

SR: Wir sind vier Trommler auf der Bühne: drei klassische und ein Jazzschlagzeuger. Dazu kommt ein E-Gitarrist. Wir werden mit einem Intro von John Cage beginnen, das den Abend einleitet. Dann spielen wir zwei kleine Trommelstücke, die zeitgenössisch von mir bearbeitet wurden. Danach folgt der Bilderzyklus ›Island‹ von Julia Baier, während wir ein zwanzigminütiges Stück von Javier Paxariño spielen, gemischt mit Improvisationen auf einem Elektro-Sampler. Paxariño ist ein spanischer Multiinstrumentalist, der spanische, indische, chinesische und türkische Einflüsse in seinen Kompositionen vereint. Das geht in Richtung anspruchsvolle Club-Lounge-Musik. Dann folgt ein Stück für drei Cajóns und zum Schluss spielen wir ein Stück von Iannis Xenakis, für mich ein Meisterwerk. Xenakis nimmt für das Schlagzeug eine ähnliche Stellung ein wie beispielsweise J.S. Bach für Streicher. Es wird ein Konzert im Prozess, was herauskommt ist noch offen.

Unsere Interviewpartner
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Maximilian Krome, geboren 1988 in Höxter, studierte bei Professor Martin Spangenberg an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Der mehrfache Preisträger nationaler Wettbewerbe ist seit 2015 Klarinettist bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Er konzertiert als regelmäßiger Gast an der Soloklarinette bei der Kammerakademie Potsdam, der Camerata Bern oder im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Beim Intervall-Projekt begeistern ihn die musikalische Vielseitigkeit und die Nähe zum Publikum.
 
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Stefan Rapp, 1968 in Böblingen geboren, studierte Schlagzeug an der Hochschule für Musik in Freiburg bei Professor Bernhard Wulff. Seit 1996 ist er Pauker der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und konzertiert auf der ganzen Welt. Stefan Rapp gründete die Ensembles ›ANTARES – The German Percussion Collective‹ und das ›Fat FuzzY Orchestra‹, initiierte die Kammermusikreihe ›Back to the roots‹ und das Mosaik Musikfestival und hat weiterhin noch viele musikalische Flausen im Kopf.

Jetzt erhältlich: Sinfonie Nr. 1 und Haydnvariationen von Johannes Brahms
 

»die besten Brahms-Versteher kommen aus Bremen«
Hamburger Abendblatt


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